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| Die Entwicklung der Präzisionslandwirtschaft |
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Für einige bedeutet Präzisionslandwirtschaft die Nutzung von Satelliten, Sensoren und Karten, um Arbeiten zu erledigen, die ihr Großvater mit scharfen Augen, einer Prise Erde zwischen den Fingern und einem guten Gedächtnis erledigen konnte.
Andere sagen, Präzisionslandwirtschaft ist der erste Blick in die Zukunft der Landwirtschaft. Zukunft heißt, den jeweiligen Input der Anbaupflanzen, seien es Düngemittel, Kalk, Herbizide, Pestizide, Saatgut, etc. teilflächenspezifisch auszubringen, um Verschwendung zu vermeiden, effizienter zu arbeiten (=Gewinne zu erhöhen) und die Umwelt zu erhalten.
Das Konzept, kleine Schlagparzellen als separate Geschäftseinheiten zu betrachten, ist nicht neu. Die kleinstmögliche Einheit der Pflanzenproduktion ist die jeweils einzelne Pflanze im Schlag und der Boden, der das Wachstum beeinflusst. Ist es nicht das, was die ersten Landwirte der Welt gemacht haben?
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Mit der heutigen Massenproduktion in der Landwirtschaft ist es nicht möglich, jede einzelne Pflanze zu betrachten, ohne sich entsprechender assistierender Technologien zu bedienen. Die Einführung und die Verfügbarkeit dieser neuen Technologien haben Präzisionslandwirtschaft erst möglich gemacht.
Als die Landwirtschaft mechanisiert wurde, haben die Landwirte begonnen, ganze Felder als kleinstmögliche Produktionseinheit zu betrachten. Sie verwarfen die Idee, Schläge weiter zu unterteilen, um der erhöhten Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit großer Traktoren und Maschinen gerecht zu werden. Daher waren die Landwirte in der Lage, weniger Zeit im Schlag zu verbringen und mehr Hektar pro Tag zu bewirtschaften. Der Vorteil der erhöhten Produktivität übertraf bei weitem jeglichen Vorteil aus der arbeitsintensiven Bewirtschaftung kleiner, unterteilter Schläge.
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Heute hat die Technologie eine Stufe erreicht, die es den Landwirten erlaubt, zu messen, zu bewerten und mit den Schwankungen innerhalb eines Schlages zu arbeiten. Diese Schwankungen innerhalb eines Schlages waren zwar früher auch bekannt, konnten aber nicht bewertet werden. Die Fähigkeit, Produktivitätsschwankungen innerhalb eines Schlages und die Maximierung des jeweiligen Ertrages zu kennen, war schon immer ein Wunsch der Landwirte, insbesondere bei beschränkten Anbaumöglichkeiten. Die kürzliche Entwicklung bei Mikroprozessoren und anderen elektronischen Technologien ermöglichte den Landwirten, diese Ziele zu erreichen.
Teilflächenspezifische Landwirtschaft ist so wichtig, weil es innerhalb eines Schlages große Unterschiede hinsichtlich der Bodenfruchtbarkeit und -beschaffenheit, Feuchtigkeitsgehalt, Topographie, Vitalität der Pflanzen und Schädlingsbestände gibt!
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