10.000ste Feldhäcksler aus Zweibrücken
Bislang über 20.000 Feldhäcksler gebaut
Zweibrücken, Dezember 2008
Seit Einführung selbstfahrender Feldhäcksler als Futtererntemaschinen für Großbetriebe
und Lohnunternehmen hat John Deere weltweit insgesamt 20.345 solcher Maschinen
verkauft. Und seit der Verlagerung der Fertigung von Häckslern aus den USA nach Zweibrücken
im Jahr 1992 haben bis jetzt 10.000 Maschinen die Montagebänder der Erntemaschinenfabrik
in der Westpfalz verlassen.
Grund genug, die Übergabe des zehntausendsten Häckslers an einen deutschen Kunden
gebührend zu feiern: mit seinem neuen 7750i, einem 625-PS Gefährt wird Lohnunternehmer
Norbert Hackstein aus Wachtendonk, Kunde des John Deere Vertriebspartners Carl
Posterz KG in Grefrath (NRW) künftig mit innovativer Technik im Auftrag seiner Kunden
unterwegs sein.
Während man mit den ersten Maschinen dieser Art in den 1970er Jahren nur 3-4 Reihen
Mais ernten konnte, "verschlingt" ein Häcksler neuester Bauart heute bis zu 10 Reihen
gleichzeitig und kann damit bis zu 300 t Material in der Stunde verarbeiten. Bei derartigen
Erntemengen ist intelligente Technik zur Entlastung des Fahrers ein Muss. Entsprechend
hoch aufgerüstet sind diese innovativen Maschinen: Dank Satellitenanbindung über GPS
arbeiten selbstfahrende Feldhäcksler heute mit automatischem Lenksystem, Einrichtungen
zur Dokumentation aller Erntevorgänge und sind mit einem Telemetriesystem ausrüstbar.
Das ermöglicht rund um die Uhr ein professionelles Flottenmanagement im
Lohnunternehmen und damit auch die Leistungsüberwachung einzelner Aggregate. Dabei
kommt es vor allem darauf an, eine voll funktionsfähige Transportkette für den Abtransport
und die Einlagerung des Erntegutes zu organisieren.
Mit Hilfe des "HarvestLab", eines im Auswurfturm installierten Nah-Infrarot (NIR)-
Sensors, kann die Maschine selbsttätig den Trockensubstanzgehalt des Erntegutes
analysieren und regelt damit die Schnittlänge des Erntegutes "tiermaulgerecht" stufenlos
nach. Eine automatische Dosiereinrichtung kann darüber hinaus Siliermittel in den
Gutstrom applizieren, um unerwünschten Tierfutter-Abbauprozessen im Fahrsilo
vorzubeugen. Als erster Hersteller der Branche entwickelte John Deere bereits Anfang der
1980er Jahren einen "Körnerprozessor", der mit zwei unterschiedlich schnell laufenden
Stahlwalzen noch heute die Körner so anschlägt, dass sie im Tiermagen problemlos verdaut
werden können.
Selbstfahrende Feldhäcksler werden üblicherweise zweimal im Jahr großflächig eingesetzt:
im Frühsommer bei der Grasernte und im Herbst bei der Ernte von Silomais für die
Fütterung oder die Energieerzeugung in Biogasanlagen. Sonderausrüstungen ermöglichen
auch die Ernte von weiteren nachwachsenden Rohstoffen, wie etwa Chinaschilf
(Miscanthus) oder schell wachsenden Gehölzen wie Pappeln. Die Maschinen, deren Wert
sich je nach Ausrüstung auf bis zu 400.000 Euro beläuft, sind aus einer leistungsfähigen
Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken und werden von Zweibrücken aus weltweit
vertrieben.
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