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Kraftstoffspar- und Fahrsicherheitstraining für Lohnunternehmer

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Auf dem Michelin Driving Center nördlich von Berlin konnten nordrhein-westfälische Lohnunternehmer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Es ist schon etwas besonderes, wenn man als Fahrer eines Lohnunternehmens von John Deere in ein Hotel inmitten der Schorfheide nördlich von Berlin eingeladen wird. Denn inmitten der Schorfheide, wo auf kargen Böden eigentlich nur Kiefern und Heide wachsen, befindet sich eines der größten Flughafengelände Europas. In den 80er Jahren wurde dies geplant und fertiggestellt, aber es hat niemals den Betrieb aufgenommen. Die Einladung von John Deere hat einen hochaktuellen Anlass: Die Teilnahme an einem Kraftstoffspar- und Fahrsicherheitstraining für Lohnunternehmer.

Hotel inmitten der Schorfheide
Michelin Drivinigcenter in Groß Dölln
Fahrertraining

Dort, wo eigentlich Iljuschin und Antonov landen sollten, hat sich inzwischen das Unternehmen Michelin niedergelassen und ermöglicht dort Fahrsicherheitstrainings verschiedenster Art. Und so ist es auch ein besonderes Ambiente, inmitten von großen Trucks, überzeugten Motorradfreaks und rasenden Sportcoupés seine Schleuderübungen mit einem John Deere Traktor zu absolvieren.

 
Wie aber kam es aber zu diesem ungewöhnlichen Treffen am 13. Juni 2006?

Das Unternehmen John Deere vertreten durch Herrn Georg Wigger, kaufm. Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen, hatte ein eintägiges Kraftstoffspar- und Fahrsicherheitstraining gemeinsam mit der DLG organisiert. Dazu wurden 7 Mitarbeiter von Lohnunternehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen, sowie Herr Kirchner als Vertreter des Bundesverbandes Lohnunternehmen eingeladen. „Ziel des Projektes ist es“ so Wigger, „dass Fahrer von Lohnunternehmern Kraftstoffspartechniken „erfahren“ und kritische Verkehrsituationen mit schweren Gespannen sicher bewältigen“.

Teilnehmer des Fahrercamps

Nach einem gemeinsamen Abend im nahe gelegenen Hotel begann am Dienstagmorgen pünktlich um acht Uhr das Kraftstoffspar- und Fahrsicherheitstraining mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Danach ging die Gruppe gemeinsam mit den drei Trainern an die Fahrzeuge. Aber wer glaubte, er könne nun sofort losfahren, wurde eines besseren belehrt. Denn nur wer Sitz und Lenkrad richtig positioniert hat, kann auch das Optimum aus dem Schlepper holen. Nach entsprechender Unterweisung begannen die praktischen Fahrübungen. Die Ausmaße des Testgeländes sind für Neuankömmlinge kaum zu glauben: Die ursprüngliche Hauptlandebahn ist 400 m breit und 5 km lang (200 ha !) und bietet neben weiteren „kleineren“ Landebahnen genügend Platz für extremste Schleudermanöver.

Und so hat die DLG zusammen mit John Deere auch spezielle Fahrzeuge konzipiert, die diesen Anforderungen gerecht werden.

John Deere 6920 Autopowr. Der Schlepper war mit einer Dieselverbrauchsanzeige sowie einem Radar zur Geschwindigkeitsmessung ausgestattet. Per Computer konnten die Fahrzeugdaten ermittelt und verglichen werden. Der angehängte Abschiebewagen war mit Betongewichten beschwert, so dass das Gewicht dieses Gespannes ca. 23 Tonnen betrug.

Spezielle Messgeräte der DLG ermitteln den exakten Kraftstoffverbrauch bei unterschiedlichen Fahrstrategien mit dem Anhänger

John Deere 6820 Autoquad Plus. Der Schlepper sowie der angehängte Kipper waren mit Stützrädern und Sicherungsketten ausgerüstet, die ein „Verkeilen“ des Zuges verhindern. Auch dieses Gespann war mit Betongewichten auf ein Gesamtgewicht von ca. 23 Tonnen ballastiert.

Bremsübungen auf rutschiger Straße: Hier heißt es: Bremse los, wenn das Fahrzeug ausbricht

Als drittes Fahrzeug stand der Gruppe noch ein VW Passat Variant zur Verfügung. Somit konnten auch die Unterschiede zwischen Schlepper und PKW praktisch erfahren werden.

Spezielle Ketten sichern das Gespann gegen Verkeilen
Nach einigen Bremsübungen auf feuchter Fahrbahn wurde der Schwierigkeitsgrad der Übungen sukzessive gesteigert. Nachdem die Gruppe die unterschiedlichen Bremsübungen absolviert hatte, ging es auf eine Slalomstrecke. Hier mussten die Teilnehmer „Hütchen“, die im Abstand von 18 m standen, mit dem Schlepper samt Anhänger mit unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten (ca. 20km/h, 25 km/h, 30 km/h und 35 km/h) durchfahren. Bemerkenswert ist, mit welchen Fahrgeschwindigkeiten dieser Slalomparcours mit dem 6920 durchfahren werden kann, ohne dass der Schlepper umkippt bzw. die Stützräder benötigt werden. Vielmehr untersteuert der Schlepper und schiebt somit sicher über die Vorderräder.

 

Als letzte Fahrübung standen Ausweichmanöver auf dem Programm. Bei dieser Übung wurde die Fahrgeschwindigkeit so hoch gewählt, dass ein Umfahren ohne Abbremsen des Gespannes nicht möglich war. Spätestens hier wurde jedem Fahrer bewusst, wie wichtig es ist, in kritischen Situationen durch richtige kontrollierte Bremsungen das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Bei einem plötzlich auftretenden Hindernis und Geschwindigkeiten über 30 km/h wird dies zu einer echten Herausforderung. Angepasste Fahrgeschwindigkeiten sind also nach wie vor das beste Rezept in schwierigen Verkehrsituationen.

Parallel zu diesen Fahrübungen war immer ein Teilnehmer mit dem zweiten Gespann unterwegs beim Kraftstoffspartraining. Zu diesem Zweck wurde eine ca. 8 km lange Strecke, bestehend aus Betonstraße und Feldwegen, zweimal durchfahren. Diese Teststrecke war vergleichbar mit gemischten Strecken, wie sie Fahrer von Lohnunternehmern in der Praxis vorfinden. Im ersten Durchlauf wurde mit maximaler Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit eine möglichst schnelle „Rundenzeit“ gefahren. Im zweiten Durchlauf wurde beim Autopowr-Getriebe die Fahrstrategie auf den Sparmodus eingestellt und die max. Fahrgeschwindigkeit bewusst um 5 km/h gedrosselt. Anschließend wurden am Computer die sowohl Durchschnittsgeschwindigkeit, die Zeit, der Verbrauch für die Strecke und der Verbrauch pro 100 km miteinander verglichen und erläutert.

 Jeder Teilnehmer konnte durch diese Maßnahme seinen spezifischen Verbrauch senken, im Bereich von 7 – 21 % was immerhin rund 1 - 3 Liter pro Stunde ausmacht. Intelligente Getriebesteuerung und angepasste Fahrweise zahlen sich also schnell aus.

Das gesamte Training war vom zeitlichen Ablauf so organisiert, dass jeder Teilnehmer sämtliche Fahrsicherheitsübungen, wie auch das Kraftstoffspartraining durchführen konnte. Jeder Fahrer erhielt nach dem Training eine individuelle Aufzeichnung seiner Fahrstrategien und erzielten Kraftstoffeinsparungen. Dies ermöglicht allen Teilnehmern einen maximalen Lernerfolg und hoffentlich auch zukünftig -gestärkt durch dieses Training- eine unfallfreie Fahrt.

 

Ingesamt hat das Training allen Teilnehmer sehr viel Spaß gemacht. Wer Interesse hat, dieses interessante und abwechslungsreiche Fahrsicherheitstraining einmal zu absolvieren, erhält weitere Informationen unter:

John Deere Vertrieb, Verkaufsförderung, John-Deere-Straße 8,76646 Bruchsal.
27Information@JohnDeere.com - Betreff: Fahrertraining

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