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John Deere Biogas Workshop
Im März lud John Deere zu einem Workshop zum Thema "Biogasanlagen" ein. Im Rahmen dieses Workshop konnten wir verschiedene Referenten gewinnen.

Workshop
Die Fa. Plan ET als Anbieter von Komplettlösungen und Konzeptionen von Biogasanlagen wurde durch Herrn Prenger-Berninghoff vertreten. Der Markt ist zu jung um zu wissen, wie es geht. Bei PlanET ist durch Individualität und schnellen technischen Fortschritt jede Anlage ein Unikat. Die Anlagen müssen möglichst bedienerfreundlich sein. Sie müssen biologische Reserven haben, technische und fachliche Betreuung durch den Hersteller ist dabei unabdingbar. Kalkuliert werden cirka 500 € pro KWh an Baukosten. Herr Prenger-Berninghoff sieht aufgrund des hohen Investitionsvolumens eine Gefahr, wenn Planung und Bau nicht aus einer Hand kommen. Das Risiko für den Betreiber, dass die Komponenten dann nicht perfekt miteinander harmonieren, wäre ihm zu groß. Im Bereich der Anlagenhersteller und Betreiber wird es seiner Meinung nach in den kommenden Jahren eine deutliche Marktbereinigung geben. Nach Ansicht von PlanET ist die Dichte an Anlagen im Kreis Borken schon jetzt viel zu hoch. Gängige Anlagengröße ist heute 500 KWh. Mittlere Anlagengrößen sind entsprechend der Erfahrung von Plan ET die Effektivsten.  

Als nächster Referent stellte Herr Oetjen von der Fa. Pioneer Saaten die Bedeutung der Silierung in den Vordergrund. Die Fa. Pioneer Saaten nach eigenen Angaben Deutschland- und weltweit Marktführer im Bereich Maissaatengut und Experte im Bereich Analytik und Fütterung setzt insbesondere auf die Silierung und die Zugabe von Silierhilfsmitteln, um die Silagen möglichst stabil und qualitativ hochwertig zu gestalten. Eine 500er Anlage benötigt ca. 10.000 Tonnen Maissilage. Nach Einschätzung von Herrn Oetjen wird die Erfassung und Dokumentation immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der Maisanbau beschränkt sich weitestgehend auf festgelegte Anbaugebiete. Fette und Kohlenhydrate sitzen hauptsächlich im Kolben, lediglich die Zucker sind in der gesamten Pflanze gespeichert. Seriöse Aussagen, wie Biogasmais aussieht oder aussehen muss, gibt es momentan in keinster Art und Weise. Notwendiger oder idealer TS Gehalt bisher 28-32 %, zukünftig 32-35%, da sonst zuviel Silierprobleme auftreten.

 

Rund um das Thema

Besichtigung der Biogasanlage Temminghoff
Als Betreiber der Biogas Gebr. Kesseler in Lutzerath referierte Herr Kesseler die Betreibung seiner Biogasanlage. Bei der Beerntung seiner Flächen setzt das Lohnunternehmen Kesseler auf die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des John Deere Feldhäckslers 7500. Dieser ist mit einer 3,0m Pick-up und mit einem 6,0m breiten Kemper Mähvorsatz ausgerüstet. 
Erleben Sie hier die einzigartigen John Deere Feldhäcksler
Aus den Kreisen des Fachverbandes Biogas e.V. konnte Herr Ott als Referent für diesen Workshop gewonnen werden. Der Verband setzt sich heute aus cirka 1.900 Mitgliedern aus den Reihen der Betreiber sowie cirka 300 Herstellern zusammen. Er organisiert und bündelt die Erzeuger von Biogasstrom gegenüber Politik und Wirtschaft. Dies ist umso wichtiger da der Verband davon ausgeht, dass bis zum Jahre 2020 schon 20% der gesamten Energie aus Biogas erzeugt werden könnten. Heute wird der Aufwuchs von cirka 100.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche in Biogasanlagen "verfüttert", bis 2020 kann dieser Wert auf bis zu 2,2 Mio Hektar ansteigen. Anlagen, die neben der elektrischen Energie auch die Wärme verkaufen können, würden bereits heute ohne zusätzliche Förderungen auskommen. Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage steigt und fällt wie in allen Bereichen mit der Effizienz mit der sie betrieben wird und mit der Vermarktung der Wärme. Die große Chance des Biogas-Booms sieht Herr Ott unter anderem in der einmaligen Chance, dass ca. zwei Drittels des Umsatzes im ländlichen Raum verbleiben. Des weiteren ist der Nutzungsgrad der aufgewachsenen Pflanzenmasse bei Biogas mit Abstand am besten.
Fachverband Biogas e.V.

Biogasanlage Temminhoff in Vreden
Ein weiterer Vortrag direkt aus der Praxis wurde von Herrn Temminghoff, Betreiber der Biogasanlage Temminhoff in Vreden, übernommen. Herr Temminghoff stellte im theoretischen Teil seine Biogasanlagen vor. Für ihn ist Biogas das Einkunftspotential der Zukunft für die Landwirtschaft. Nach den theoretischen Ausführungen konnten die Teilnehmer einen Einblick in den Aufbau und die Funktion der Biogasanlage Temminghoff direkt vor Ort erlangen.
Seinen Ausklang fand dieser Workshop mit interessanten Gesprächen und Diskussionen.


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